Die Neuigkeiten der Woche

Nachruf Qype-Yelp-Verschmelzung & ein Plädoyer für die eigenen Kanäle

Es wird einfach nicht ruhiger um Yelp. Nachdem in den letzten Wochen auch die Massenmedien berichteten, gab es letzten Sonntag einen Blogbeitrag von Klaus Eck von der Eck Consulting Group. Dabei appelliert Herr Eck: “Die digitale Unabhängigkeit erhalten Sie allein auf Ihrer Plattform. Das kann sich hierbei um ein Corporate Blog, ein digitales Magazin oder auch die klassische Website handeln.” Auch dem Thema Online Reputation und deren Darstellung auf der eigenen Webseite bemisst Herr Eck einen hohen Stellenwert.

5 Marketing-Trends für 2014?

Die 5 Marketing Travel Trends für 2014 gab es am Dienstag bei ehotelier.com zu lesen. Spannend vor allem hier der Trend 1, der verstärkt auf die Automatisierung durch jegliche Art von Computern hinweist. Beispielhaft wird hier der Check-In bei der Fluggesellschaft Air Canada genannt. Die Services von Air Canada sind vor allem auf vielreisende Geschäftsleute ausgerichtet: Pre-Boarding, Reservieren eines Zeitfensters für die Sicherheitsabfertigung per Smartphone und Selbiges für den Zoll. Flughafen-Wartezeiten zu minimieren, mag sicher auch im Interesse von Privatreisenden sein. Die computergestützte Automatisierung von einzelnen Abläufen hält auch verstärkt Einzug bei größeren Hotelketten. Solange dies immer nur eine zusätzliche Möglichkeit ist, wie die Selbstbezahler-Kassen bei IKEA, finde ich das gar keine schlechte Option für die Gästezufriedenheit. Eine komplette Automatisierung, so wie letzte Woche beim Tatort gesehen, ist etwas was laut Studien, jedoch gar nicht vom Gast gewünscht wird. Gäste bevorzugten 2013 bei den Neueröffnungen in Deutschland, vor allem wegen der persönlichen Nähe, die familien- bzw. inhabergeführten Hotels. Weitere Trends, die laut ehotelier.com, eine Rolle spielen werden: Die ortsunabhängige Buchung über mobile Endgeräte wie Smartphones & Tablet PCs; der kontinuierliche Aufstieg von TripAdvisor, als wichtigste Reiseplattform; Nichenstrategien im Tourismus, Jedermanns-Liebling funktioniert vor allem in wettbewerbsintensiveren Destinationen nicht. Bewusst abgrenzen und enger fokussieren! Darüber hinaus spielt 2014 die Verschmelzung von Anbietern noch stärker eine Rolle, so wie dieses Jahr die Übernahme von ZipCar durch Avis oder die Akquise von oyster.com seitens TripAdvisor.

Unterstützung von oberster Ebene bei Meistbegünstigungsklausel der Portale

Am Mittwoch meldete sich der eurpäische Dachverband der Hotelliere, Hotrec, zum Thema Meistbegünstigungsklauseln der Buchungsportale zu Wort und forderte eine freiwillige Aufhebung eben dieser. Hotrec-Präsident Kent Nyström wird in der AHGZ wie folgt zitiert: „Sollten OTAs weiterhin Raten-, Konditionen- und Verfügbarkeitsparität von ihren Hotelpartnern einfordern und durchsetzen, wird Hotrec auf koordinierte Maßnahmen der nationalen und europäischen Wettbewerbsbehörden zu setzen, um das Recht auf unternehmerische Freiheit durchzusetzen, Rechtssicherheit für alle Beteiligten herzustellen und wirtschaftlichen Schaden von der Branche abzuwenden“. Der Deutsche Hotelverband (IHA) rechnet auf nationaler Ebene mit einer Entscheidung des Bundeskartellamtes Ende diesen oder Anfang des nächsten Jahres. Interessant könnte dabei sein, dass Online Versandanbieter Amazon, seine Bestpreisklausel im Sommer diesen Jahres aus den Verträgen für Händler “freiwillig” entfernte. Auch hier wurde seitens des Bundeskartellamtes ermittelt. Das Verfahren ist mittlerweile eingestellt.

Warum Facebook nicht social ist & was das für Ihre organische (unbezahlte) Reichweite bedeutet

Am gleichen Tag erschien im Magazin Der Handel ein Interview mit Facebook Deutschland-Chef F. Scott Woods. Vor allem die Passage “Ich mag den Begriff Social inzwischen nicht mehr hören, der ist von gestern. Facebook ist längst viel mehr als nur eine Social Media-Plattform.” wurde am darauffolgenden Tag gern und häufig zitiert. Eine Aussage, die durch Änderungen am Algorithmus und  sinkender organischer Reichweiten in die Tat umgesetzt wurde. Auch durch die Einführung von Custom Audiences im Oktober sowie die Option des Targeting bei Werbung gibt die Marschrichtung von Facebook klar vor. Nicht nur Sie als Unternehmen wollen Geld machen, Facebook will und muss das auch.

Dass es leider mit dem Targeting nicht immer ganz so klappt, wie gewünscht, dürfte jeder schon einmal in seinem Newsfeed erfahren haben. Warum dem so ist, hat die Zeit in einem Artikel ganz anschaulich erklärt. Aber so ein Algorithmus ist ja lernfähig! Auch die Soziale Werbung ist meines Erachtens noch nicht optimal. Eine ehemalige Schulfreundin ist z.B. in ihren Interessen so konträr zu mir, dass ich mit Fug und Recht behaupten kann, dass zwischen uns Welten liegen. Dennoch werden mir von Facebook mit Vorliebe, ihre “gelikten” Fanseiten angezeigt. Wenn schon Soziale Werbung dann doch bitte, aber auch die Daten so verwenden, dass dem Nutzer die Seiten von jenen Freunden angezeigt werden, mit denen es auch die größten Schnittmengen gibt.

Was heißt die Minimierung der organischen Reichweite für Sie als Facebook-Seiten-Betreiber?

Eigentlich nur das was Sie schon seit längerer Zeit beachten sollten, achten Sie auf die Signale Ihrer Fans – wenn Sie diese denn erreichen. Qualität und Relevanz von Beiträgen für den Fan stehen nach wie vor im Vordergrund und sind die beste Möglichkeit so viel organische Reichweite wie möglich zu erhalten. Dabei spielt die Interaktion Ihrer Fans eine große Rolle: Je häufiger ihre Fans Inhalte von Ihnen teilen, liken und kommentieren desto häufiger erscheinen Sie im Feed. Für große Hotelketten mit entsprechenden Werbebudgets und Verantwortlichen sicher kein Problem einen richtigen Mix aus Werbung und interaktionsanimierenden Beiträgen zu planen und durchzuführen. Doch der gemeine Hotelier in Deutschland ist eben kein Großbetrieb, sondern klein- und mittelständig und hat im schlimmsten Fall nicht mal einen Marketing-Mitarbeiter bzw. externen Berater.

Uns interessiert daher Ihre Meinung zu den Neuerungen bei Facebook!

Welche Auswirkungen haben die Facebook-Algorithmus-Änderungen auf Ihre Nutzung als Fanseiten-Betreiber?

Ich nutze ab jetzt andere Portale verstärkt, wie Google+ und Pinterest.0%
Ich werde mich um eine externe Agentur bemühen, die sich um mein Online Marketing kümmert.0%
Ich werde demnächst jemanden einstellen, der sich nur um das Online Marketing kümmert.0%
Ich nutze Facebook gar nicht0%
keine Auswirkungen0%
Other: (Please specify)0%

 

Es bleibt dabei, das Frühstück muss voll versteuert werden

Donnerstag gab es das Ergebnis in einem Fall, in dem eine Hotelbetreiberin, wegen der Forderung des vollen Mehrwertsteuersatzes auf das Frühstück als Teil eines Übernachtungspakets, klagte. Sie verlor und das Gericht verwies noch einmal ausdrücklich auf die Gesetzgebung.




Über den Autor
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Stephanie Zemmrich

Content Marketing Manager


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